English Version

Die natürliche Schiefe ist eine diagonale Verschiebung;
Also kann sie auch nur über die diagonale Verschiebung aufgehoben werden!


Zentrum für ARR® und Schiefen-Korrektur

Dieser Satz scheint zunächst ein überraschender der allgemeinen Grundlinie, in der Ausbildung der Pferde, entgegenstehender Gedankengang zu sein. Trotzdem sollten wir uns einmal damit beschäftigen. Besonders vor dem Hintergrund, dass Pferde nach ca. eineinhalb bis zwei Jahren Ausbildung sehr oft zu Behandlungsfällen werden. Warum – so fachlich fundierten Aussagen, gehen eine Reihe von Sportpferden, darunter auch Athleten der Spitzenklasse, monatelang taktunrein, ohne dass Hintergründe erkennbar werden.

Wenn man nach einigen tausend Pferden mit Sicherheit sagen kann, dass 95% der Bewegungsprobleme auf der Auswirkung der natürlichen Schiefe beruhen, sollte man sich diesem Problem vorsichtig, aber sehr konsequent nähern. Man muss auch Fragen stellen dürfen, ohne gleich alles in Frage stellen zu wollen. Zum Beispiel: können wir die heutigen hochwertigen Zuchtergebnisse noch immer nach den gleichen Prinzipien reiten, wie wir es schon immer taten? Müssen wir nicht, bevor wir das Pferd belasten, es gerade richten?


Schauen wir uns einige Bilder an:

 

Das natürliche Bewegungsmuster des Fluchttieres Pferd, die Hinterhand bleibt lange auf dem Boden. Der Rücken schwingt nach unten, hier lastet das Pferd auf der Vorhand.

So angeritten, kann es nur zu Problemen führen. Leider – auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen – ist es Tatsache, dass 80% der Pferde ohne Veränderung dieses natürlichen Bewegungsmusters eingeritten werden. Das lässt Pferde zu Behandlungspatienten werden.


Beschäftigen wir uns mit der natürlichen Schiefe, als Beispiel; der Rechtshänder.

Beginn Des Trainings

Nach 1 Woche Training

Beginn des Trainings

Nach 1 Woche Training

Die Bilder mit Reiterin zeigen deutlich den Linkshänder während einer Prüfung auf der linken und rechten Hand (Fotos: privat)

 

Der Rumpf des Pferdes ist in seinem Schulterbereich aufgehängt: „ Er hängt praktisch in den Seilen.“

Wenn also das Pferd als Rechtshänder auf der rechten Vorhand vermehrt auflastet (verstärkt durch den nach unten schwingenden Rücken) landet der Hauptdruck logischerweise in dem rechten Vorderhuf (Sehnenscheide, Hufrolle). Der „Auffußdruck“ wird durch das gesamte Vordergliedmaß in den Trapezmuskel „zurückgeschlagen“ und führt:

Zur höchsten Verspannung im Widerristbereich. Wir wissen heute, dass der Widerrist die kritischste Stelle im Pferdekörper ist. Hier laufen alle Informationen von vorne nach hinten. Hier verbindet sich Steuerelement Hals mit statischem Rumpf. Eine Verbindung dieser Elemente, geht nur über die diagonale Verschiebung.

Warum ist Schulter herein – laut Nuño Oliveira die Aspirintablette für alles – so wichtig?

Weil es eine diagonale Verschiebung ist!

Schulter herein ist nur möglich, wenn der Aufschwung des Rückens vorher erreicht wurde.

 

Vergessen sollten wir hier auch nicht die Huf-Widerrist- und Sattel-Widerrist-Achse. Die ebenfalls für die Aufrichtung der Pferde von hoher Bedeutung sind.

Die Zeichnungen sind Eigentum des Zentrum für ARR® und wurden erstellt von Renate Blank (Dipl. - Designerin): Am Mullberg 1, 19230 Redefin

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