Erfahrungsberichte

 

Rubin, Warmblut Wallach

Mein Name ist Rubin. Ich bin 9 Jahre alt, ein österreichisch gezogenes Warmblut und mein Frauchen Barbara gehört mir seit ich auf die Welt kam - ich kenne ihre Stimme schon lange vor meiner Geburt, da sie in den Wochen bevor ich auf die Welt kam oft mit meiner Mutter spazieren ging. 

Ich habe mein Leben immer in vollen Zügen genießen können, da ich die ersten 2 Jahre meines Lebens im Salzburger Land auf einer wunderschönen Hochalm und dann bis ich 3,5 Jahren alt wurde in der Hengstaufzuchtanstalt in Stoissen/Salzburg mit vielen gleichgesinnten Freunden verbringen konnte. Dort habe ich mir beim Spielen eine sehr schwere Verletzung der linken Schulter/Brust zugezogen, als ich auf den Querbalken eines Strommastes gerannt bin, den ich im gestreckten Galopp nicht gesehen hatte. Ich musste operiert werden und über einen Monat im Stall bleiben und wurde liebevollst umsorgt und verarztet, so dass nur noch eine ca. 20 cm lange Narbe an meiner linken Brust an dieses Ereignis erinnert.

Mit 3.5 Jahren ließ Frauchen mich schweren Herzens kastrieren obwohl ich als Hengst immer sehr artig war, aber ich kann dafür - seit ich zu meinem Frauchen nach Tirol umgezogen bin - auch weiterhin ein herrliches Pferdeleben führen, da ich täglich viele Stunden in der Herde auf die Koppel zum Spielen darf, obwohl ich inzwischen Dressurpferd geworden bin.

Wenn ich es mir recht überlege habe ich immer schon ein leichtes Zwicken im Rücken gespürt wenn mich Frauchen geritten hat, aber es macht immer so viel Spaß, wenn Sie sich mit mir beschäftigt, dass ich das einfach ignoriert habe. Sie hat sich immer selbst um mich gekümmert, hat mich in den ersten beiden Jahren bis ich 6 Jahre alt wurde viel ins Gelände geritten und versucht mich locker vorwärts/abwärts zu reiten. Erst als sie anfing mehr von mir zu verlangen, habe ich immer deutlicher gespürt, dass mein Rücken und mein linkes Hinterbein anfing weh zu tun. Ich hatte trotzdem Spaß bei der Arbeit und war mit 8 Jahren bei meinen ersten Turnieren auf Anhieb 3x in einer L-Dressur platziert. 

Das hat riesen Spaß gemacht und war sehr aufregend, aber die Schmerzen in meinem Rücken wurden schlimmer, bis Frauchen mich schließlich zum Tierarzt brachte, wo eine Entzündung im Ileosacralgelenk festgestellt wurde. Ich wurde von Juni 04 bis November 04 regelmäßig behandelt und hatte über viele Wochen Boxenruhe mit Schrittgehen angeordnet, was extrem langweilig für mich war. Frauchen hat in Absprache mit dem Tierarzt in dieser Zeit immer wieder versucht mich vorsichtig zu reiten, aber ich habe immer wieder die gleichen Schmerzen bekommen. Das war eine sehr frustrierende Zeit, in der ich ziemlich unförmig und unsportlich wurde und mich nicht sehr wohl fühlte. 

Zu meinem riesigen Glück hat Frauchen dann von Fam. Schöneich erfahren und die glänzende Idee gehabt mich für 7 Wochen zur Therapie dort hinzubringen. Das Ergebnis der Arbeit sehen Sie in den Bildern: Ich bin inzwischen wieder ein echt cooler und sportlicher Typ geworden. Obwohl ich für mein Leben gerne fresse, habe ich meinen Menschen verziehen, dass Sie mich abgespeckt haben, denn ich fühle mich in der Zwischenzeit echt sauwohl und meine Mädels zu Hause hätten mich fast nicht wieder erkannt als ich nach meiner Rückkehr locker-flockig – „ohne Taktfehler“, wie mein Frauchen sagen würde - über meine Koppel trabte.

Ich trainiere seither (ca. 9 Monate) regelmäßig mit meinem Frauchen an der Longe, sie kann sich inzwischen auch wieder auf mich setzen ohne dass ich Rückenweh bekomme und ich merke wie die Kraft in meinem linken Hinterbein zurückkommt und ich mich freiwillig immer schwungvoller bewegen mag. Alle, die mich noch von früher kennen, machen mir Komplimente und sagen, dass ich einfach unglaublich schick aussehe und mein lockerer Hüftschwung sichert mir täglich die Aufmerksamkeit meiner „Freundinnen“. 

Ich werde die Zeit im ZARR® nie vergessen, denn ohne die Therapie dort hätte ich nie gelernt mich selbst (und damit auch Frauchen) korrekt und gerade zu tragen, und hätte wahrscheinlich ein Leben mit Tierarzt, Medikamenten und viel Frust vor mir gehabt. Jetzt habe ich die Chance mich gesund und ohne Schmerzen zu meiner persönlichen Höchstform zu entwickeln und ich freue mich schon auf einen Auffrischungskurs im ZARR® nächstes Jahr, denn Frauchen hat versprochen mit mir wieder dorthin zu fahren … es ist da zwar anstrengend, weil die einen ganz schön durchkneten, aber im Endeffekt total cool, wenn man spürt wie Kraft und Bewegung in die Muskeln kommt und man lernt seinen eigenen Körper zu koordinieren - erst mal ohne Reiter - nur für sich selbst - richtig laufen lernen, dann trägt sich Frauchen fast wie von selbst !!!.....

Bild 1: Dieses Bild hat Frauchen eigentlich nur gemacht, weil sie es immer lustig findet wenn ich mich in den Schlamm werfe sobald sich eine Gelegenheit dazu ergibt. Trotz der Schlammkrusten sieht man, dass ich ein wenig „rundlich“ und nicht gerade in sportlicher Höchstform war als sie mich nach ca. 10 Monaten Therapie mit langer Boxenruhe im April 05 ins ZARR® brachte.


Bild 2: Frauchen hat nach 1 Woche im ZARR® Ihren Augen nicht getraut und mich an gleicher Stelle wieder fotografiert, da ich bereits nach dieser kurzen Zeit um Klassen sportlicher aussehe und - eitel wie ich bin - muss ich sagen, dass hier natürlich auch der Gesamteindruck stimmt, da mich Frauchen fürs Foto auf Hochglanz poliert hat.


 

Bild 3 + 4: Gesunde Ernährung, ein bisschen Fasten (davon mussten sie mich allerdings erst überzeugen, da ich für mein Leben gerne fresse), und das verbunden mit täglicher Gymnastik haben mich in einen supercoolen Muskeltyp verwandelt. Man sieht es auch meinem Gesicht an, dass ich mich wohl fühle, dabei versuche ich nicht überheblich zu wirken, so gut wie ich mich jetzt fühle, aussehe und so elegant ich mich auch jetzt wieder bewegen kann !!!

 

 

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